Evangelische Markus-Gemeinde Offenbach

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Eine kirchliche Bestattung ist ein Gottesdienst, im den die Trauer zur Sprache kommt und das Leben der verstorbenen Person gewürdigt wird. Bibelwort und Gebete stellen Leben und Sterben in die Gegenwart Gottes  - unsere Zeitlichkeit in die Dimension der Ewigkeit Gottes.


Umgang mit Tod und Sterben

Wenn Sie spüren, dass ein Mensch, der zu ihrem Lebenskreis gehört, dem Tode nahe ist oder schwer erkrankt ist, können Sie jederzeit um seelsorgliche Begleitung bitten. Dies kann durch die Pfarrerin/den Pfarrer  der Gemeinde geschehen, oder durch andere Begleiter/innen, zum Beispiel durch Mitarbeitende der ökumenischen Hospizbewegung.

Im Falle des Todes eines/einer Angehörigen können Sie sofort und direkt mit der Pfarrerin/ dem Pfarrer Kontakt aufnehmen. Wenn Sie das wünschen, kann er/sie zu einer Aussegnung ans Sterbebett kommen. Dabei versammeln sich die Angehörigen zum Gebet, zur Stille und zum  Abschiedssegen um den/die Verstorbene/n. Durch Gespräch, Schweigen, Gebet und Segen können Sie in dieser schmerzlichen Situation Rückhalt erfahren.


Die von Ihnen beauftragte Pietät übernimmt alle Formalitäten, die in Zusammenhang mit der Bestattung zu vollziehen sind und die Abstimmung des Beerdigungstermins mit dem Pfarramt (Gemeindebüro).


Mit der Pfarrerin/dem Pfarrer besprechen Sie alle inhaltlichen Fragen und den Ablauf der Trauerfeier ebenso wie die Lieder, eventuelle gewünschte Text oder das Mitwirken weiterer Redner/innen.


Die kirchliche Bestattung setzt die Kirchenmitgliedschaft der verstorbenen Person voraus. Ausnahmen sind aus seelsorglichen Gründen möglich, die im persönlichen Gespräch zu klären sind.


Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 90, 12)

Bestattung

Mehr zu diesem Thema

bestattungsbroschuere_2006_ekhn_gr.pdf bestattungsbroschuere_sozial_2010_q_ekhn_dwhn_gr.pdf

Broschüre: Die Bestattung (pdf)

Broschüre: Abschied in Würde

Handreichung zur Sozialbesttung (pdf)

Trauernetz.de

Häufige Fragen zur Bestattung

Wie ist der Ablauf bei einer Beerdigung?

Eine Trauerfeier für Verstorbene beginnt in der Regel in der Friedhofshalle auf dem Friedhof. Den Ablauf des Gottesdienstes besprechen die Angehörigen beim Trauergespräch mit der Pfarrerin / dem Pfarrer. Gebete, Lesungen und Musikstücke bzw. Lieder wechseln sich dabei ab. In der Mitte hält die Pfarrerin / der Pfarrer eine Ansprache über ein Bibelwort, das die Ange­hö­rigen mit aussuchen können. Nach der Segnung begleitet die Gemeinde  die Urne oder den Sarg der verstorbenen Person zum Ort der Beisetzung. Dort wird der Bestattungsritus vollzogen und das Vaterunser gebe­tet. Dann ist Zeit für einen persönlichen Abschied am Grab.


Sollen Kinder bei einer Beerdigung dabei sein?

Für ein Kind kann es sehr wichtig sein, sich bewusst von einem nahen Verstorbenen zu verabschieden. Dem Kind tut es gut, wenn mit Sterben und Tod offen und einfühlsam um­gegangen wird und es erlebt, dass seine Trauer ebenso ernst genommen wird wie die der Erwachsenen. Bei ihrer Entscheidung, ob Kinder mit zur Beerdigung kommen oder nicht, werden die Eltern das Alter der Kinder und die Situation der Familie berücksichtigen. Sprechen Sie die Pfarrerin/den Pfarrer auf trauernde Kinder an.


Sind persönliche Abschieds-worte möglich?

Nachrufe von Kollegen, Vorgesetzten, Verwandten, Vereinsfreunden oder anderen, die dem Verstorbenen nahe standen, sind im Rahmen des Trauergottesdienstes möglich. Bitte sprechen Sie sich vorher mit der Pfarrerin / dem Pfarrer ab.

Bestattung nach einem Suizid?

Verstorbene evangelische Kirchenmitglieder, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt ha­ben, werden kirchlich beerdigt. In der Lebensordnung der Evangelischen Kirche heißt es:
"Auch wenn ein Gemeindeglied sich das Leben genommen hat, wird es kirchlich bestattet. Damit bezeugt die Kirche, dass die Liebe Christi bis in die tiefste menschliche Verzweif­lung hineinreicht. Sie verschweigt aber auch nicht, dass Gott allein der Herr über Leben und Tod ist und wir nach seinem Willen unserem Leben nicht selbst ein Ende setzen sol­len."

Ist der Mensch, der sich getötet hat, nicht Kirchenmitglied gewesen, und die Angehörigen wünschen den Beistand der Kirche für die Trauerfeier, so wird die Pfarrerin/der Pfarrer diesem Wunsch entsprechen.

Was ist, wenn ein Kind tot geboren wird oder kurz nach der Geburt stirbt?

Stirbt ein Kind ungetauft oder ist es tot geboren, so wird es kirchlich bestattet, wenn die Eltern es wünschen. In Offenbach gibt es alle drei Monat auch eine Trauerfeier auf dem Neuen Friedhof für Kinder, die bereits in einer ganz frühen Phase der Schwangerschaft als Fötus gestorben sind.